#8 Was los? Mit Rauhnächten
Shownotes
Daten und Fakten
- Der Begriff „Rauhnacht“ leitet sich vermutlich entweder von „rûch“ (althochdeutsch für rau, wild) oder von „Rauch“ ab, in Bezug auf Räucherbräuche.
- Als Rauhnächte werden in der europäischen Volkskunde meist die zwölf Nächte zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Jänner bezeichnet. Es gibt aber auch regionale Abweichungen.
- Die Rauhnächte stehen im Zusammenhang mit dem Unterschied zwischen Mond- und Sonnenkalender (ca. elf Tage), der in vorchristlichen Kulturen symbolisch gedeutet wurde.
Das Thema in der WZ
Nichts leichter als Weihnachtsplanung Die Anziehungskraft alpiner Dämonen
Quellen
- Universität Innsbruck: Rauhnacht
- Österreich: Rauhnachtsbräuche in Österreich
- Süddeutsche Zeitung: Wilde Jagd
Das Thema in anderen Medien
- Der Standard: Warum die Raunächte mehr als Aberglaube sind
- Allgäuer-Zeitung: Warum "zwischen den Jahren" keine Wäsche aufgehängt werden sollte
- Mein Bezirk: Rituale zu den Rauhnächten: Was du tun und was du meiden solltest
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00:00:00: Was los?
00:00:01: Der neue Podcast der WZ.
00:00:20: Wir hören den neuen Podcast der WZ, in dem wir euch sagen, was los ist.
00:00:32: Und jede Woche füllen wir für euch ein Thema aus der Nachrichtenflut und reden drüber.
00:00:37: Wir sind Nora und Maria und sind die Hälfte des Was-Los-Teams.
00:00:40: Dazu gehören nämlich auch noch Sandra und Mimi.
00:00:42: Die beiden haben letzte Woche über den Stressrunden Weihnachten gesprochen.
00:00:45: und wenn Weihnachten für euch auch ein bisschen schwierig ist, dann rein damit in euer Ohr.
00:00:50: Ihr findet unseren Podcast wie immer unter WZ Originals.
00:00:53: Und so kommen wir heute zu unserer Weihnachtsfolge, die aber keine klassische Weihnachtsfolge ist, denn keine Angst, wir reden nicht über das Glisskind.
00:01:03: Was los, Nora?
00:01:04: Was los, Maria?
00:01:05: Nora, wir beide sitzen hier gerade vom Kamin.
00:01:10: Wir haben hier Mistelzeige über unseren Köpfen, wir schlürfen, Kakao.
00:01:15: Und das ist natürlich gelogen, weil wir sitzen hier im Podcast-Studio.
00:01:19: Aber schönes Bild, das du mir hier gezeichnet hast.
00:01:21: Ja,
00:01:22: ich wünschte es wäre so.
00:01:24: Also, wie gesagt, auch wenn Heiligabend immer sehr spannend ist, heute reden wir aber nicht darüber, sondern wir reden über die Zeit nach Weihnachten.
00:01:32: Genauer gesagt so zwischen dem Vierundzwanzigsten Dezember und dem Sechsten Jänner, also alles rund um Silvester.
00:01:40: Weil für mich ist die Zeit immer ein bisschen komisch.
00:01:44: Ich fühle mich immer ein bisschen weird.
00:01:47: Die Zeit steht irgendwie still.
00:01:48: Ich habe nicht wirklich was zu tun.
00:01:50: Ich denke so viel nach.
00:01:52: Wenn man rausgeht, sieht man nur diese kleinen Holzhütten, wie so Glücksbringer verkaufen.
00:01:57: Das stimmt.
00:01:58: Und das fühlt sich alles ein bisschen unecht an.
00:02:01: Wie ist das bei dir?
00:02:02: Ich muss sagen, ich liebe diese Zeit.
00:02:04: Diese toten Tage sagt man ja auch ein bisschen, wenn so ein bisschen dieser ganze Stress abfällt.
00:02:10: Ich finde ja generell haben wir schon öfter darüber gesprochen, dass die Zeit vor Weihnachten enorm stressig ist.
00:02:16: Und dann irgendwie kommt der Heiligabend, also das ist bei mir so, dann kommt der Heiligabend und dann kommen noch so ein paar Familienfeiern, aber ich finde die Tage danach, das war noch früher für mich diese Tage, wenn ich so meine Weihnachtsgeschenke so richtig, da hab ich meinen Discman bekommen und eine CD reinkaut und hab erst einmal die ganzen Kiddie Contest allem zwölf Tage lang durchgehört.
00:02:34: Also ich fand es wirklich extrem geil und ich finde es auch immer noch extrem geil.
00:02:39: Also das ist irgendwie ständig dunkel draußen.
00:02:41: Du hast überhaupt keine Angst.
00:02:42: Das ist für mich ein sehr großer Punkt.
00:02:44: Gar keine Angst draußen, dass du verpassen, weil eh alle ihr Leben chillen zu Hause.
00:02:48: Keine Fomo.
00:02:49: Ja, keine Fomo.
00:02:50: Tut mir persönlich sehr gut.
00:02:52: Also finde ich interessant, dass du diese Zeit eigentlich ein bisschen so gruselig, oder was hast du gesagt?
00:02:57: Du hast ja ein bisschen... Ich habe ein bisschen
00:02:58: bedrückten.
00:02:58: Also ich denke sehr viel nach, weil das ist auch so ein bisschen das Ende des Jahres und man überlegt so... Was habe ich das Jahr über geschafft?
00:03:06: Was waren meine Ziele?
00:03:07: Was hat da funktioniert und was nicht?
00:03:09: Und das kann manchmal schon ein bisschen viel werden.
00:03:13: Und ich verblinge die Zeit auch sehr viel am Handy, sehr viel TikTok.
00:03:17: Und das mache ich auch jetzt schon.
00:03:20: Auch so vor Weihnachten, zwischen Weihnachten, nach Weihnachten, immer.
00:03:23: Und es gibt eine bestimmte Art von Video, die mir die ganze Zeit ausgespielt wird in letzter Zeit.
00:03:28: Und zwar die dreizehn Wünsche, Theorie.
00:03:34: Ritual, wie auch immer du es nennen möchtest.
00:03:37: Hast du davon was gehört?
00:03:38: Nein.
00:03:39: Ehrlich gesagt nicht.
00:03:40: Okay, das ist crazy, weil ich bekomme tausende dieser Videos.
00:03:44: Das ist basically, du schreibst dreizehn Wünsche auf einzelne Zettelchen, die nicht kariert oder liniert sein dürfen, die müssen blanko sein.
00:03:54: Da schreibst du dann dreizehn Wünsche auf, die zerknüllst du dann einzeln, schmeißt sie in ein Glas und dann jeden Nacht oder jeder der Nächte, vom zwanzigsten Dezember bis sechsten Jänner machst du eins auf.
00:04:07: Du schaust dir aber nicht an was drinsteht.
00:04:09: Du verbrennst es sofort.
00:04:10: Und das machst du jeden Tag.
00:04:12: Und dann bleibt ihr ein Dreizehntes über, das darfst du aufmachen und lesen.
00:04:16: Und diesen Wunsch, der dann da drin steht, den musst du dir selber erfüllen.
00:04:20: Okay.
00:04:22: It sounds a bit lot, oder?
00:04:24: Ich finde es irgendwie ganz cool.
00:04:25: Ich habe gut überlegt, ob sich das für mich noch ausgeht, dass ich das mache.
00:04:28: Ich finde das eigentlich ganz... coole Idee.
00:04:30: Aber das heißt, ich schreibe einfach Wünsche, die ich an mich habe im kommenden Jahr.
00:04:34: Ja, Wünsche und Ziele, es muss halt realistisch sein, kann das nicht sagen.
00:04:37: Ich will Millionärin sein.
00:04:39: Nach dem Smart-Prinzip, oder?
00:04:40: Spezifisch, messbar,
00:04:43: attraktiv,
00:04:44: realistisch und terminisiert.
00:04:46: So
00:04:46: ist es.
00:04:47: Geil, dass da auch noch ein bisschen so Business Talk geht.
00:04:50: Und dieses Ritual, also ich habe mich dann gefragt, woher kommt das?
00:04:54: Weil wieso macht das auf einmal jedes TikTok-Girlie?
00:04:57: Hab ich herausgefunden, es kommt von den Raunnächten.
00:05:01: Ich hab bis dato nicht gewusst, was Raunnächte sind.
00:05:04: Ich oute mich hier gerade.
00:05:06: Sagen die Raunnächte etwas?
00:05:07: Ich war tatsächlich mal auf einer Raunnächte-Party, wo es sehr viele so, also das war so ein bisschen, eh wie du vorhin gesagt, das war so ein bisschen so eine Spooky-Stimmung, also so ein bisschen... Also in einem Zimmer wurden so Karten gelegt und wir haben sehr viel über so Wünsche und Ritualen so gesprochen und ich fand es eigentlich sehr cool und es hatte auch auf jeden Fall was ich glaube, das war am achtenswanzigten Dezember und da habe ich mich das erste Mal so ein bisschen damit befasst, aber auch so, mein Papa ist so eine kleine Ausreucherungsmaus.
00:05:34: Deshalb war ich damit als Kind schon ein bisschen konfrontiert.
00:05:37: Mit was reuchert er?
00:05:38: Weihrauch.
00:05:40: Ich liebe den Geruch bei dir.
00:05:41: Ja,
00:05:42: ich finde es auch ohgeil.
00:05:43: Auf jeden Fall, ich finde es interessant, dass du aufhören.
00:05:48: Ich kann es nicht einmal.
00:05:49: Und ich habe halt herausgefunden, diese Raunnächte, die sich eben auf diese zwölf Nächte erstrecken, sind so eine Schwellenzeit für Refriktion, Einkehr, innere Ruhe und auch Neubeginn.
00:06:05: Und historisch gesehen, ja, wir müssen leider ein bisschen historisch werden, lassen sich die Raunnächte im Alpinenraum verorten.
00:06:14: Sie kommen so aus dem keltischen und germanischen Brauchtum.
00:06:18: Ganz genau kann man es aber nicht sagen, weil es gibt ganz viele unterschiedliche Blickwinkel auf die Rohnechte.
00:06:25: Manche sagen, es beginnt auch früher, manche sagen, es beginnt später.
00:06:29: Es kommt immer darauf an, der Christentum hat es auch sehr geprägt, aber einem gewissen Punkt.
00:06:34: Und dadurch hat sich auch einiges verändert.
00:06:36: Aber eigentlich sind das eher so keltische Bräuche gewesen.
00:06:40: Okay, ich finde das ja eigentlich extrem geil.
00:06:42: Wenn du sagst, diese ganzen Wünsche und diese ganze Reflektion, die man dann hat, fällt dann nicht auf diesen einen eh schon extrem geprescherten Tag Silvester.
00:06:52: Genau.
00:06:52: Weil in der Früh, also ich hatte wirklich schon auch so Silvester-Tage, so am einunddreißigsten, ich war auf und bin so, oh mein Gott, morgen beginnt das neue Jahr.
00:06:58: Ich schreibe mir das erst mal auf.
00:06:59: Wie war das Jahr für mich?
00:07:00: Was habe ich für Wünsche für nächstes Jahr?
00:07:02: Und dann so irgendwie was hudeln, dann beim Bleig ist es noch auf jeden Fall rauslesen, dass ich eh einen Legendenjahr haben werde.
00:07:08: Und dann, ja, also das finde ich sehr cool, wenn man sich da wirklich auch ein bisschen Zeit nehmen muss für sich.
00:07:12: selbst.
00:07:13: Oder eben auch diese ganzen Visionboards dann alle erstellen.
00:07:16: Voll,
00:07:16: oh mein Gott.
00:07:16: Ich habe schon
00:07:17: so viele Visionboards online gesehen.
00:07:19: Obwohl ich gehört habe, man darf sein Visionboard nicht posten.
00:07:23: Die Leute werden böses Auge darauf werfen.
00:07:25: Oh mein Gott.
00:07:26: Und die posten das alle.
00:07:27: Die tun mir jetzt alle in die Kleide.
00:07:28: Schreibe ihn mal in die Ems.
00:07:30: Entschuldigung, soll ich sein Visionboard nicht posten?
00:07:34: Oder mach posten noch so ein kleines, blaues Auge dazu, wenn ich mich dann habe, bist du sicher?
00:07:38: Auf jeden Fall.
00:07:40: Für manche ist es auch so eine kurze Zwischenphase, in der zum Beispiel man spiritueller sein kann und Geister umherwandeln sollen.
00:07:51: Es sind halt auch alles so Bräuche und Sagen.
00:07:54: Im Prinzip sind die Raunechte so eine Zwischenzeit um den Jahreswechsel herum.
00:07:59: Warum?
00:08:00: Genau zwölf Nächte habe ich halt auch gefragt.
00:08:03: Und das hängt halt...
00:08:04: Oh ja, ich weiß jetzt was du sagst.
00:08:06: Oh ja, oh ja!
00:08:08: Das hat mit dem Mond... Ja, und dem Sonnenjahr zu tun.
00:08:12: Das Mondjahr hat eigentlich dreihundertfünfundfünfzig Tage.
00:08:16: Das Sonnenjahr, dreihundertfünfundsechzig Tage.
00:08:19: Und die Differenz der beiden sind halt eben diese elf Tage und zwölf Nächte.
00:08:26: Und das halt eben so diese Phase, wo nichts ganz ist und nichts halbe ist.
00:08:30: Das ist eben dieses Zwischending, wo dann viele Leute sich so fühlen, okay, ich will jetzt ein bisschen mehr reflektieren und diese Zeit ausnutzen.
00:08:37: weil es sich so anfühlt, würde man so zwischen zwei Welten schweben in dem Sinne.
00:08:41: Aber sind diese zwölf Nächte, weil ich habe das auch mal irgendwo gelesen, dass diese zwölf Nächte doch jede Nacht für einen Monat stehen?
00:08:48: Hast du das
00:08:48: auch
00:08:48: gesehen?
00:08:49: Genau, da gibt es auch so ganz interessante Bräuche, dazu kommen wir auch gleich, weil das ist auch so eins davon.
00:08:55: Der Name Raunacht, jetzt habe ich schon vorgesagt, Raunacht.
00:09:01: Raunacht, es gibt zwei ginge Erklärungen, warum es so heißt.
00:09:05: Einmal eben Rauchnacht, Rauchnächte.
00:09:08: In vielen Regionen wurden zu der Zeit Häuser und Höfe mit Kräutern oder Salbei ausgeräuschert, um einfach das alles zu reinigen und zu säubern.
00:09:19: Ähnlich wie dein Vater das mal.
00:09:21: Liebe Grüße.
00:09:22: Liebe Grüße an Noras Vater.
00:09:25: Genau, und deswegen kam das Rauchnächte, Raunacht.
00:09:29: Dann gibt es aber auch rauere Nächte.
00:09:32: Das finde ich ein bisschen.
00:09:35: Es hat mir bis sehr lang gemacht, weil das sind so Wintermüten, in denen es um so eine wilde Jagd oder auch Pärt geht.
00:09:44: Also gestalten in Pelz, in Fellkostümen, die umgezähmt und wild durch die Nächte gehen.
00:09:54: Jetzt wird mir gerade total klar, warum auf dieser Feier so viele Leute so verkleidet waren.
00:09:58: Waren die verkleidet?
00:09:59: Ja, die waren ein bisschen, die sind sehr fürs Motto angegangen.
00:10:02: Und ich habe alte vorn nicht gecheckt, was Raunächter heißen.
00:10:05: Und ich habe mich aber auch nicht geoutert, dass ich sie nicht weiß, dann habe ich es einfach hin.
00:10:09: Aber ja, da war es sehr viel Pelz und so stimmt.
00:10:14: Vorher war es, es gibt da so Impert.
00:10:17: Und da sind dann so Gestalten, vor denen sich die Leute gefürchtet haben.
00:10:21: Und dann hat man auch irgendwie ... Dann wurde gesagt, Frauen und Kinder sollen in der Nacht nicht rausgehen.
00:10:26: Also ganz viele unterschiedliche Erzählungen und Bräuche gibt es da.
00:10:30: Aber das sind so die zwei gängigsten, warum es Raunechte heißt.
00:10:34: Das fand ich auch interessant.
00:10:36: Weil ich dachte immer, es heißt Rauch, wo ich es zuerst gehört habe.
00:10:39: Da war ich so Raun nur mit Haar.
00:10:42: Was bedeutet das?
00:10:43: Ja,
00:10:43: absolut.
00:10:45: Und du hast schon gesagt, zwölf Monate.
00:10:49: Weil es gibt so zwei Bräuche oder... Rituale, der doch bräuchte, die gängiger sind und die viele Leute in unterschiedlichen Regionen einfach so auch kennen.
00:10:59: Und zwar gibt es die Witterungslosung.
00:11:02: Oh, was das bedeutet.
00:11:04: In diesen zwölf Nächten schaut man sich immer an, wie das Wetter in jeden einzelnen Nächten ist.
00:11:10: Und jede Nacht steht eben für einen Monat.
00:11:12: Das heißt, wie es in der ersten Nacht so draußen ist, es ist warm, es ist kühl, es regnet es oder es schneit es, so wird es ein Mienna sein und immer so weiter.
00:11:21: Das finde ich ganz spannend.
00:11:22: Das ist sehr cool.
00:11:24: Genau.
00:11:24: Und davon gibt es halt auch so eine Extended Version, wo dann Leute auch gesagt haben, okay, man kann an den Tagen auch immer herausfinden, wie mein persönlicher Monat wird, indem sie, keine Ahnung, rausgegangen sind in der Nacht und dann gehorcht haben, ob sie irgendwas hören können.
00:11:38: Manche haben dann so gesagt, ja, wenn man, I don't know, gelächter hört von weit weg, dann wird das ja super schön und du wirst viel lachen.
00:11:46: Das ist alles so sehr ... also mit viel Interpretation und das ist einfach so bräuchig.
00:11:52: Ich finde ja bräuche eigentlich immer extrem cool, weil natürlich manche Sachen klingen so ein bisschen gaga-gugu, also manche Sachen klingen so ein bisschen, kann man natürlich dran glauben, kann man nicht dran glauben, aber ich finde es immer schön, wenn man irgendwie sowas hat, woran man sich halten kann.
00:12:06: Es gibt mir so ein bisschen wie so schöne Listen, wo du dir einfach aufschreiben möchtest, weil wenn du das aufgeschrieben hast, Dann kannst du es viel besser manifestieren.
00:12:14: Dann hast du es viel mehr vor Augen.
00:12:15: Dann weißt du, worauf du hinziehst und so.
00:12:17: Also das finde ich echt schön.
00:12:19: Es gibt noch einen anderen Brauch neben den Dreizehn Wünschen.
00:12:22: Ebenso das Ritual des Loslassen.
00:12:25: Das machen sehr viele Leute am einundzwanzigsten Dezember zur Windpersonenwende.
00:12:29: Ah ja.
00:12:29: Genau.
00:12:30: Sie nehmen den Tag oder man kann sich den Tag nehmen um... alte Dinge, schlechte Emotionen, Gefühle loszulassen, indem man dann quasi auf einem Blatt Papier aufschreibt, was zwar dieses Jahr was möchte ich loslassen, dann kann man das verbrennen.
00:12:45: Andere wiederum werfen Salz aus dem Fenster oder vor die Haustüre.
00:12:50: Es sind halt so Kleinigkeiten, die man machen kann.
00:12:52: Ich meine, wenn es den Leuten gut tut, hat wenn es ihnen was bewegt, wäre es auch gar nicht so schlimm, dass man das macht.
00:12:57: Ich habe
00:12:57: eine Frage.
00:12:57: Warum darf man nicht Wäsche aufhängen um diese Tage runter?
00:13:01: Ah, das hast du schon gehört, oder?
00:13:02: Na klar, sicher.
00:13:03: Wenn ich da ein bisschen sparen kann mit Wäsche aufhängen, I'm not mad.
00:13:06: Ja, also unbedingt in den nächsten zwölf Nächten nicht Wäsche aufhängen.
00:13:11: Vor allem keine weiße Wäsche.
00:13:14: Es wird halt so gesagt, dass dann in diesen Nächten sich Geister in der Wäsche... verfangen könnten und das will man halt nicht in seinem haushalben.
00:13:23: Absolut, ich möchte das auch nicht in meinem haushalben.
00:13:26: Dann hängt keine Verschaffung.
00:13:27: Okay, passt.
00:13:28: Aber ich habe gehört, Untertags kann man schon machen, nur dann, sobald die Nacht einbricht, lieber abhängen.
00:13:35: Abhängen.
00:13:36: Okay, ich verstehe.
00:13:38: Viel zu bedenken, aber finde ich trotzdem sehr cool.
00:13:40: Auch in die Sisyrien.
00:13:41: Also
00:13:41: ja, ich finde vor allem, dass wir total das loslassen, zum einundzwanzigsten Dezember.
00:13:45: Eigentlich echt schön.
00:13:46: Wenn man sich dann wirklich damit auseinandersetzt, okay, wie war mein Jahr und vielleicht möchte ich manche Dinge loslassen.
00:13:53: Und auch das mit den Dreizehn Wünschen ist eigentlich auch ganz cute.
00:13:56: Finde ich auch.
00:13:57: Und ich finde, um das mal auch ein bisschen auf eine psychologische Sicht zu sehen, ich finde, egal ob man daran glaubt, dass das Universum einen jetzt die Wünsche erfüllen wird oder die helfen wird oder ob man nicht daran glaubt.
00:14:10: Man beschäftigt sich ja trotzdem mit den Dingen, die einem Mut geben, die einen glücklich machen, die man sich wünscht.
00:14:16: Und da finde ich, dass es trotzdem einen gut tun kann.
00:14:20: Ja,
00:14:21: und ich finde es auch voll fair, wenn alle Menschen vielleicht ein bisschen einen anderen Zugang dazu haben.
00:14:26: Genau, also allgemein in den rauern Nächten, egal ob an was man glaubt oder ob man daran glaubt oder nicht daran glaubt, ist einfach eine Zeit, um so reflektieren nachzudenken, sich selber ein bisschen Gedanken zu machen, was man möchte.
00:14:39: Einfach soll deine Zeit sein, in der man sich neue Pläne schmiedet oder einfach mal nachdenken, was habe ich denn schon erreicht.
00:14:45: Und ja, einfach, wie du sagst, kein Pressure, sondern einfach nur mal diese kurze Zeit, in der man so in der Schwere-Lose ist, genießen.
00:14:55: Ja, ich habe Bock, ich glaube, ich werde das machen.
00:14:57: So, jetzt wird es sehr besinnlich und sehr schön.
00:14:59: Darf ich mir einen Hot-Take dropen, um ein bisschen zu ranten?
00:15:01: Drop in.
00:15:02: Hört
00:15:04: ihr es brutzeln?
00:15:06: Denn jetzt kommt der Hot-Take der Woche!
00:15:10: Dieser Rand geht.
00:15:11: dann alle Leute, die mich mit Nachrichten konfrontieren, wie wollen wir uns dieses Jahr noch sehen?
00:15:17: Unbedingt dieses Jahr.
00:15:19: Weil ich glaube, die denken sich so, hey, die Weihnachtszeit ist ja voll unstressig.
00:15:23: Warte mal was, jeden Tag eine Weihnachtsfeier und dann noch Geschenke besorgen und dann noch Family-Cows.
00:15:28: Ich habe mir gedacht, wir sollten auf jeden Fall noch einmal Kaffee trinken und einmal das und das noch einbauen.
00:15:34: Vor
00:15:34: allem, das stresst mich auch, wenn Leute sagen, noch dieses Jahr möchte ich dich sehen, wo ich mal denke, jetzt sind es... Nur noch ein paar Tage hin, warum hast du so eilig mich dieses Jahr zu sehen?
00:15:43: Als ob nach dem neuen Jahr irgendwas dann nicht mehr so passen würde?
00:15:47: Ja, ich hab das Gefühl, man muss diesen Menschen vielleicht deinen Kalender schenken, weil da sieht man dann, hey, ach so, es geht ja mit dem ersten, ersten geht's noch weiter.
00:15:54: Da können wir uns ja auch noch treffen.
00:15:56: Also es macht wirklich überhaupt keinen Unterschied.
00:15:58: Für den Weib find ich es irgendwie fast noch netter, weil man sagt, hey, wollen wir nächstes Jahr gleich schön starten und uns gleich mal irgendwie was ausmachen im Jänner.
00:16:04: Wobei das kann natürlich auch stressig werden.
00:16:07: Aber ja, ich glaub, das geht sehr... zusammen eigentlich, also dieses sich stressen rund um Silvester.
00:16:13: Ich würde es aber auch nervig finden, weil Leute mir sagen, lass uns nächstes Jahr treffen, wenn nächstes Jahr nächste Woche ist.
00:16:21: So sag nächste Woche.
00:16:22: Was ist da jetzt so?
00:16:24: Warum?
00:16:25: Ja, Mare, wie stehst du zu diesen Witzen?
00:16:27: Ich hasse
00:16:29: sie.
00:16:29: Ich weiß genau, was du
00:16:30: sagen willst.
00:16:30: Nächstes Jahr wieder duschen.
00:16:32: Ich hasse es.
00:16:33: Also ich finde die ganz lustig.
00:16:34: Das sind solche Dead Jokes.
00:16:36: Ja.
00:16:37: Ich liebe Dead Jokes.
00:16:38: Wirklich so auf Silvesterfeiern bin ich diese Person, die am Schluss, wenn ich mich verabschiede, sag ich noch mal so, hey, wisst ihr noch, ich war das letzte Mal letztes Jahr duschen.
00:16:46: Ah!
00:16:47: Wisst ihr noch letztes Jahr?
00:16:49: Ich find das ganz toll.
00:16:50: Oder wenn
00:16:50: man sich mit Freunden so am fünften Jänner trifft und sagt, wir haben uns erst letztes Jahr gesehen.
00:16:55: Oh mein Gott.
00:16:55: Das freut mich so ab.
00:16:57: Ich find das ganz toll.
00:16:58: Jetzt holt
00:16:59: mich absolut nicht ab.
00:17:02: Ja.
00:17:02: Ein kurzer und knapper Rand der Woche.
00:17:05: Alle Leute, die sich denken, hey, wie verschaffe ich meinen Freund?
00:17:09: Innen noch ein bisschen mehr Stress in der Vorweihnachtszeit.
00:17:11: Das ist vielleicht auch ein lustiger Tag, wenn man sagt, hey, wollen wir uns heute noch sehen.
00:17:16: Ja?
00:17:17: Also, das kann man ja auch machen.
00:17:18: Wenn ihr ein bisschen Stress, ne Bock auf Stress habt, wenn es euch noch nicht reicht, there you go mit diesem Tipp.
00:17:24: Okay, Maria, der Rand ist over.
00:17:28: Ich bin jetzt bereit, dich ein bisschen näher kennen zu lernen.
00:17:31: Hast du darauf auch Lust mit mir?
00:17:33: So wichtig wird anschauen, natürlich habe ich Lust.
00:17:36: Hier vor dem Kaminlicht.
00:17:39: Unter den Mistelzeichen.
00:17:42: Okay, darf ich beginnen?
00:17:43: Ja.
00:17:52: Lieber Maria, ab Propos Silvester, hast du einen Silvesterbrauch, den du gerne mit uns teilen möchtest?
00:17:57: Ich habe bis dato keinen eigenen, aber es gab in meiner Familie immer wieder den Brauch, dass meine Mutter Genau um Null Uhr von einem Stuhl runter gesprungen ist.
00:18:10: Wie jetzt?
00:18:10: Also wir haben runtergezählt, drei, zwei, eins, Mama hüpft.
00:18:14: Geil.
00:18:14: So quasi ins neue Jahr rein.
00:18:16: Sie hüpft
00:18:16: ins neue Jahr rein.
00:18:17: Das fand ich eigentlich immer ganz süß, würde ich eigentlich gerne nachmachen.
00:18:21: Dann habe ich auch gesehen dieses mit zwölf oder elf Weintraben unter dem...
00:18:25: Ja, das ist spanisch.
00:18:26: Voll.
00:18:27: Da gehst du irgendwie darum, dass man dann irgendwie so Liebe findet oder so.
00:18:30: Voll.
00:18:31: Könnte man auch machen.
00:18:33: Aber ja, also ich würde vom Stuhl sprechen.
00:18:35: Okay, finde ich toll.
00:18:36: Gefällt mir.
00:18:37: Was ist das beste Weihnachtslied für dich?
00:18:40: Und?
00:18:41: Wir denken, es gibt auch solche Lieder wie Otanenbaum oder Kinderleincomment oder so.
00:18:44: Also die sind auch erlaubt.
00:18:45: Es müssen nicht nur irgendwelche Pop-Songs sein.
00:18:50: Tschüss Weisli!
00:18:52: Ich glaube... Mein Lieblingsweihnachtslied ist tatsächlich das, was wir am Anfang gesungen haben.
00:18:59: Stille Nacht.
00:19:00: Ja, weil es erinnert mich so an Weihnachten einfach instant.
00:19:03: Ja, das finde ich schön.
00:19:04: Ja.
00:19:04: Find
00:19:04: ich auch toll.
00:19:06: Letzte Frage.
00:19:07: Wenn du dich entscheiden müsstest, würdest du entweder Musik immer zu leise oder immer zu laut hören?
00:19:16: Immer zu laut.
00:19:17: Immer zu laut?
00:19:18: Ja.
00:19:20: Meine Ohren sind schlecht, ich höre schlecht.
00:19:22: Das ist immer zu leise, würdest du sagen?
00:19:23: Dann würde ich nicht mehr hören.
00:19:26: Ich würde immer ein bisschen zu laut.
00:19:28: Wahrscheinlich funktionieren meine Ohren deswegen nicht
00:19:30: so gut.
00:19:31: Ich mache das dann schon mein Leben lang, wie jetzt.
00:19:33: Das kann man mit normaler Lautstärke hören.
00:19:35: Wenn es zu leise ist, hätte ich das geficken, weil es flüstert in meinen Ohren, das mag ich gar nicht.
00:19:39: Ja,
00:19:39: das verstehe ich.
00:19:39: Das ist doch richtig hart.
00:19:41: Nora, ich habe drei Fragen an dich.
00:19:44: Ich freue mich.
00:19:48: Ich freu
00:19:48: mich!
00:19:52: Wenn du eine Eissorte wärst, welche wärst du?
00:19:58: Also die Frage ist nicht, welche mag ich am liebsten, sondern welche Eissorte.
00:20:05: Nein, wer wärst du?
00:20:06: Ich wär nicht so was wie Pistazio, weil in einem Jahr haben mich alle schon wieder vergessen, dass es mich gibt.
00:20:11: Ich war jetzt nur ein Hype dieses Jahr.
00:20:13: Ich wär gerne... Ein Haselnuss-Eis.
00:20:17: Weil ich habe lustige Stücke hier und man kaut ein bisschen an mir herum und ich schmecke auch lecker.
00:20:22: Und ich glaube, ich glaube, Obst ist gar nichts.
00:20:26: Nein, ich bin ein Haselnuss-Eis.
00:20:27: Haselnuss.
00:20:28: Das mag ich.
00:20:29: Haselnuss ist einer meiner Lieblingsorten.
00:20:30: Echt wirklich?
00:20:32: Ja, das habe ich mir fast gedacht.
00:20:35: Was war das dümmste, was du als Kind jemals geglaubt hast?
00:20:39: Das dümmste, was ich je geglaubt habe.
00:20:43: Also mir fällt was ein.
00:20:43: Mein Bruder hat mir immer gesagt, wenn ich dreimal den falschen Pin auf meinem Nokia Handy eingebe, dann kommt die Feuerwehr zu uns nach Hause.
00:20:53: Und da hatte ich im Uhr Angst.
00:20:55: Deshalb habe ich das dann immer, wenn du noch standeinversuchst.
00:21:01: Aber es gab sicher noch viel dümmere Sachen.
00:21:04: Aber das fällt mir gerade hier ein.
00:21:06: Ich liebe es komplett.
00:21:08: Bist du die Jüngste?
00:21:09: Ja, ich bin die Jüngste.
00:21:10: Ich dachte auch voll lang, wenn mein Fuß einschläft, dass ich in meinen Socken, dass ich da so unabsichtlich so viel Sand reingefüllt hab und dass ich das dann so auflöse, auch richtig ekelhaft.
00:21:21: Oder so kleine Ameisen.
00:21:22: Das dachte man doch viel, das war doch so ein komisches Gefühl, wenn der Fuß einschläft.
00:21:25: Ich hab dann wirklich auch in meinen Socken immer nachgeschaut, so ist da Sand drin, sind da Ameisen drin, hab nichts gefunden.
00:21:32: Passiert nämlich im Körper, Nora.
00:21:34: Ich weiß.
00:21:35: Schocking.
00:21:36: Wenn du ... dir ein Tier aussuchen könntest.
00:21:42: Ich weiß, du bist nicht der größte Tierfan, das ist voll okay.
00:21:45: Aber wenn du dir ein Tier aussuchen könntest, mit dem du reden könntest, was würdest du für ein Tier aussuchen?
00:21:50: Boah,
00:21:51: ich glaube, ich würde irgendetwas, was unter dem Wasser lebt.
00:21:54: Unter Wasser.
00:21:55: Unter dem Wasser, unter Wasser lebt, ja.
00:21:57: Also so ein kleiner Fischi oder so.
00:21:59: Aber dann würde ich auch gerne dasselbe können wie er.
00:22:01: Weil wenn ich dann immer nur so kurz unter Wasser sein kann und dann nur kurz tratschen kann, finde ich blöd.
00:22:04: Ich würde mich dann gerne an ihn dranketten und dann mit ihm so lustig schwimmen.
00:22:08: Also so kann ich das dann auch machen.
00:22:10: oder kann ich nur mit ihm reden?
00:22:11: Ich erlaubst dir.
00:22:12: Okay, danke.
00:22:12: Dann hätte ich das.
00:22:13: Dann logge ich das an.
00:22:14: Das
00:22:14: finde ich süß.
00:22:15: Weil die meisten würden sagen, sie haben mein Hund oder meine Katze, also mein eigenes Haustier.
00:22:20: Aber
00:22:20: du willst mit einem random Fischi im Ozean quatschen.
00:22:24: Das finde ich süß.
00:22:25: Danke.
00:22:30: Ja.
00:22:31: Ja gut, Maria.
00:22:32: Es war wie immer ein Traum mit dir.
00:22:34: Es war ein Mama-Laden-Glasmoment.
00:22:36: Ja, ich wünsche dir vor Weihnachten.
00:22:38: Ich wünsche dir auch vor
00:22:39: Weihnachten.
00:22:39: Ein bisschenliches Fest und wir hören uns nächste Woche wieder und ich möchte nicht spoilern, aber das sind wir zuvier zu hören.
00:22:48: Sovier hört und es wird ganz toll.
00:22:52: Es wird ganz toll für eine Special-Silvester-Folge.
00:22:57: wo ihr alle vier Ikonen noch einmal hören könnt.
00:23:01: Ja, wir freuen uns auf euch auf nächste Woche.
00:23:05: Vergesst nicht, wir immer eine Bewertung dazu lassen.
00:23:09: Fünf Sterne sind gerne gesehen.
00:23:12: Und wir haben euch lebt und dickes Beherren uns.
00:23:15: Tschüssi.
00:23:16: Tschüssi.
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